Im Rahmen der Ernährungswissenschaften wird bisher außer Acht gelassen, dass Essen zentral durch die Kultur bestimmt ist und dass Änderungen des Essverhaltens nur möglich sind über die Berücksichtigung des kulturellen Rahmens. So kann beispielsweise eine Ernährungsberatung von Menschen mit Migrationshintergrund nur mit Berücksichtigung deren spezifischer Esskultur stattfinden. Kulturelle und soziale Faktoren des Essens können darüber hinaus genutzt werden, um Ernährungsbildung, -beratung, Gesundheitsförderung und andere Maßnahmen effektiver und nachhaltiger wirksam zu machen. Mit der Weiterbildung Esskultur werden die Teilnehmenden befähigt, den Zusammenhang zwischen Kultur und Essverhalten zu kennen und kulturspezifische Interventionen zu entwickeln. Die interkulturelle Kommunikation wird verbessert.

Termine

20. und 21. Oktober 2017
Esskultur I

8. und 9. Dezember 2017
Esskultur II

16. und 17. Februar 2018
Esskultur III

20. und 21. April 2018
Esskultur IV

Die Weiterbildung Esskultur besteht aus
4 Modulen à 2 x 8 Unterrichtsstunden zu folgenden Themen:

 

Modul I: Grundlagen der Esskultur

Theorien der Esskultur wie Barthes, Simmel, Barlösius. Geschichte der Esskultur und was sind Esskulturen heute? Esskultur und Lebensstil

 

Modul II: Gruppenspezifische Esskultur

Welche sozialen Gruppen pflegen welche Esskultur? Wer interessiert sich für das Thema Essen? Wie kann mit den einzelnen Zielgruppen kommuniziert werden? Was sind die Hintergründe meiner Esskultur und wie beeinflussen sie meine Arbeit?

 

Modul III: Esskultur erforschen

Stand der Forschung zur Esskultur wird vorgestellt. Wie kann ich mir selbst Inhalte erarbeiten? Wie kann ich mit welchen qualitativen Forschungsmethoden Esskultur erforschen und daraus Grundlagen für die richtigen Maßnahmen ableiten? Wie können Maßnahmen sinnvoll evaluiert werden?

 

Modul IV: Esskultur in der Umsetzung

Wie werden welche Esskulturen in der Alltagspraxis umgesetzt? Wie können Sie die sozio-kulturelle Bedeutung des Essens in Ihrer Berufspraxis für sich nutzen?

Zielgruppen

Ernährungswissenschaftler/innen (Oecotropholog/innen, Diätsassistent/innen), in der (Ernährungs-)Bildung Tätige (Lehrer), Tätige aus dem Sozialbereich (Esskultur als interkulturelles Verständigungsmedium)

Teilnahme

Teilnahmegebühr:

Anmeldung bis 1. Juni 2017
850 € (gesamte Weiterbildung)
220 € (einzelnes Modul)

Anmeldung nach dem 1. Juni 2017
1050 € (gesamte Weiterbildung)
280 € (einzelnes Modul)

je 10% Ermäßigung für Studierende, Erwerbslose, VDOE-Mitglieder und Teilnehmer der Bildungsprämie

Teilnahmevoraussetzung:

für die Zielgruppe relevante Berufsausbildung oder Studium (abgeschlossen oder laufend)

Zertifizierung

VDOE: 1 Punkt je Unterrichtseinheit

QUETHEB: 3 Punkte pro Modul bzw. 12 Punkte für die Gesamtveranstaltung in den Modulen F, M und P

VFED: 64 Punkte

VDD: auf Anfrage

Wir akzeptieren die Bildungsprämie (Prämiengutscheine)!

Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Anmeldung

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