Essprobleme und Essstörungen kennzeichnen unsere Kultur. Essstörungen werden gleichsam kulturell geformt. Sie sind also keineswegs nur individuell verursacht.

Es soll erarbeitet werden: Was hat unsere Kultur mit Essstörungen zu tun? Welche Essstörungen gibt es? Wie werden sie auf welchen Ebenen verursacht und aufrechterhalten? Wie sieht die Behandlung von Essstörungen aus? Welche Schutzfaktoren gibt es, um sich vor Essstörungen zu schützen?

Termine

22. und 23. September 2017
Essstörungen I

1. und 2. Dezember 2017
Essstörungen II

2. und 3. Februar 2018
Essstörungen III

Die Weiterbildung Essstörungen wird durchgeführt von Prof. Dr. Christoph Klotter und besteht aus 3 Modulen à 2 x 8 Unterrichtsstunden zu folgenden Themen:

 

Modul I: Essstörungen und ihre kulturelle Produktion

Essstörungen werden in der Regel als individuelle Krankheit begriffen. Dass sie gesellschaftlich mit produziert werden, wird gerne übersehen. Anorexia nervosa stellt eine Überspitzung des vorherrschenden Schlankheitsideals dar. Wie dieses Ideal entstanden ist, wird ausgeführt. Bulimia nervosa verdankt sich dem gesellschaftlichen Ideal der Selbstkontrolle. Die Impulsdurchbrüche werden dann hinter die Kulissen gelegt. Die Theorie von Norbert Elias über den Prozess der Zivilisation gibt Antworten darauf, warum wir dem Ideal der Selbstkontrolle huldigen. Orthorexia nervosa entsteht zum einen aus der Verwissenschaftlichung des Essens, zum anderen aus der Individualisierung in der Moderne. Die kulturellen Hintergründe sind daher für das Verständnis von Essstörung elementar.

 

Modul II: Formen der Essstörung

Das Spektrum der Essstörungen wird vorgestellt, deren Symptome, Diagnostik, Epidemiologie und Ätiologie. Fallbeispiele werden vorgestellt.

 

Modul III: Behandlung von Essstörung

Wie werden Essstörungen behandelt? Gibt es eine Prävention hierzu? Was können Ernährungsberaterinnen in ihrer Praxis im Umgang mit Essgestörten beachten?

Zielgruppen

In der Ernährungsberatung Tätige, psychologische Psychotherapeuten oder Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten, Oeoctropholog/innen und Diätassistent/innen, Ärzte/Ärztinnen und im Gesundheitssektor Tätige, Studierende der Ernährungs- und Gesundheitswissenschaft

Teilnahme

Teilnahmegebühr:

Anmeldung bis 1. Juni 2017
640 € (gesamte Weiterbildung)
220 € (einzelnes Modul)

Anmeldung nach dem 1. Juni 2017
810 € (gesamte Weiterbildung)
280 € (einzelnes Modul)

je 10% Ermäßigung für Studierende, Erwerbslose und VDOE-Mitglieder

Teilnahmevoraussetzung:

Berufsausbildung oder Studium im Ernährungs- oder Gesundheitsbereich oder der Psychologie (abgeschlossen oder laufend)
oder berufliche Tätigkeit im Ernährungs- oder Gesundheitsbereich

Zertifizierung

VDOE: 1 Punkt je Unterrichtseinheit

QUETHEB: 3 Punkte pro Modul bzw. 9 Punkte für die Gesamtveranstaltung in den Modulen F und P

VFED: 48 Punkte

VDD: auf Anfrage

Wir akzeptieren die Bildungsprämie (Prämiengutscheine)!

Das Bundesprogramm Bildungsprämie wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und dem Europäischen Sozialfonds gefördert.

Anmeldung

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